Kategorie: Projekte

Zu den Falschdarstellungen in ›B.Z. Berlin‹ über ›LokalBau‹

 

In der Printversion des Lokalblatts B.Z. Berlin waren am 7.3.2020 einerseits haltlose Anschuldigungen gegenüber Florian Schmidt, dem Baustadtrat des Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg, zu lesen, andererseits wurden einige Dinge über das ›LokalBau‹-Projekt falsch dargestellt. Darum sehen wir uns genötigt, dem unseriösen und vorverurteilenden Journalismus eine Berichtigung entgegenzustellen. 

 

In der B.Z. auf Seite 4 wird in zwei Artikeln suggeriert, studio adhoc hätte einen Auftrag des Bezirksamts nur bekommen, weil es zwischen unserem angestellten Creative Director und dem Baustadtrat des Bezirks eine Bekanntschaft gebe. In der größten Überschrift wird die Frage gestellt: „Hat Chaos-Stadtrat seinen Kumpel mit einem lukrativen Auftrag versorgt?«. Die LokalBau-Strategie, die wir bei studio adhoc seit fast zwei Jahren kommunikativ entwickeln, wird als »umstrittenes Projekt« betitelt. Kritisiert wird, dass die »Vergabe von Steuergeldern« einem »Vertrauten« und »befreundeten Aktivisten« »zugeschanzt« worden wäre.

Was für ein Unsinn!

Anscheinend darf die Redaktion von Berlins Boulevard-Blatt weitgehend befreit von Fachwissen berichten, so lange nur irgendetwas Reißerisches dabei heraus kommt. Unserer Ansicht nach erfüllt hier ein Medium nicht die Sorgfaltspflicht, die man von Journalisten erwarten muss und zeigt etliche Schlampereien bei einer äußerst tendenziösen Berichterstattung über in keinster Weise plausibel begründete Behauptungen. Es werden falsche Tatsachen aneinander gereiht und so ein Gesamtbild erzeugt, das ehrenrührig und geschäftsschädigend ist.

Wir haben den Auftrag zur Umsetzung der ›LokalBau-Plattform‹ über ein öffentlich ausgeschriebenes Vergabeverfahren des Bezirksamtes von Friedrichshain-Kreuzberg erhalten. Wir haben uns – ergänzt durch einen erfahrenen Architekten – als fachlich geeignetes Team mit den geforderten Fähigkeiten und Vorraussetzungen beworben und den Zuschlag von der Verwaltung bekommen. Aufträge des Bezirksamts werden nämlich nicht von einem Stadtrat persönlich »zugeschanzt«, sondern von der zuständigen Verwaltungsabteilung vergeben, die dafür sehr enge und strikte Vorgaben hat. Natürlich ist bei dieser Auftragsvergabe alles mit rechten Dingen zugegangen. Wir haben dies auch dem Reporter Sebastian Beug am Tag vor der Veröffentlichung faktenreich auf Anfrage per E-Mail übersendet. Trotz besseren Wissens des Journalisten ist im Artikel aber nichts von solchen entlastenden Tatsachen zu finden. Auch das muss man von einem Journalisten aber erwarten.

 

Konkrete Falschaussagen im Text:

  • Falsch ist, die aufgeführten Personen seien »Kumpels«.
    Richtig ist, dass zwischen dem Baustadtrat Florian Schmidt und unserem Creative Director ein gutes professionelles Verhältnis besteht. Den Baustadtrat lernten wir erst kennen, als er ins Amt kam, und er als Ansprechpartner für die Initiativenarbeit wichtig wurde, die wir außerhalb von studio adhoc ehrenamtlich vollbringen. Man arbeitet seither über verschiedene Projekte kooperativ zusammen, im Rahmen eines Leistungsvertrags zwischen Bezirksamt und Unternehmen.
  • Falsch ist, LokalBau würde eine Machbarkeitsstudie ausschreiben.
    (Wörtlich: LokalBau »schreibt […] eine Machbarkeitsstudie zur gemeinwohlorientierten Entwicklung des BSR-Areals am Ostbahnhof aus«.)
    Richtig ist, dass nicht wir von studio adhoc die Ausschreibung organisieren, sondern das bezirkliche Stadtplanungsamt die Ausschreibung macht, genau wie bei dem LokalBau-Auftrag auch.
  • Falsch ist, Ziel der LokalBau sei es, Projekte mit »landeseigenen Genossenschaften« zu unterstützen.
    Es gibt keine »landeseigenen Genossenschaften«. Richtig ist, Teil unseres Auftrages ist es, mit den landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften und gemeinwohlorientierten Genossenschaften zusammenzuarbeiten, was uns sehr gut gelingt.

 

Die Verdachtsberichterstattung ist ehrenrührig und geschäftsschädigend.

  • Die Namensnennung ist nicht notwendig.
    Im Rahmen einer solchen vagen Verdachtsberichterstattung ist die Namensnennung unseres Angestellten nicht angezeigt, zumal es keine Auftragsvergabe an eine Person war, sondern an eine Firma, wie oben von uns schon berichtigt. Hier werden Persönlichkeitsrechte berührt und verletzt. Deshalb verwenden wir auch in diesem Blog-Post nicht den Namen unseres Angestellten.
  • Unser Ruf wird beschädigt und unsere Chancen bei anderen Vergabeverfahren der öffentlichen Hand werden geschmälert.
    Für die Fortsetzung des LokalBau-Projektes in die zweite Phase, wird dieses erneut ausgeschrieben. Wir müssen uns erneut – wie beim ersten Mal – ganz regulär, wie jedes andere Unternehmen oder Team bewerben. Sollte das Bezirksamt wegen dieser Berichterstattung zu der Auffassung kommen, uns deshalb in der Beurteilung abzuwerten, ist das extrem geschäftsschädigend.

 

Zur LokalBau-Strategie – Koordinierung der Prozesse für eine gemeinwohlorientierte Immobilienentwicklung im Bezirk.

Mit der LokalBau-Strategie sollen bauliche Entwicklungen im Bezirk gemeinwohlorientiert ausgerichtet werden. Wir sind sehr froh und ein wenig stolz mit so einem Projekt einen relevanten Beitrag zum aktiven Handeln in der Berliner Stadtentwicklungspolitik zu leisten. Angesichts der akuten Mangelsituation an Wohnraum braucht Berlin nicht nur Mechanismen gegen Preissteigerungen und Verdrängung im Bestand, sondern auch neue Wohnungen, die unbedingt „bezahlbar“ entwickelt werden müssen. Wir wollen nicht einfach zusehen, wie renditesüchtige Investor*innen nur Luxusapartments als Eigentumswohnungen bauen. Sondern vertreten die Auffassung, dass der Bezirk so gut wie möglich gegensteuern und seine ›Kompetenzen‹ dafür einsetzen muss, so viel gemeinwohlorientierte Immobilienprojekte entstehen zu lassen, wie möglich.

 

 

Die LokalBau-Strategie ist deshalb auch keine Beton-Strategie, mit der maximale Verdichtung angestrebt wird, sondern mit Gemeinwohlorientierung meinen wir, dass sozial-ökologisch gerecht geplant und gebaut werden muss. Kommende Neubauprojekte sollen in den Sozialräumen und Quartieren einen Beitrag zur Lösung von Problemen (Gentrifizierung, Schulplatzmangel, Unterversorgung bei sozialen Einrichtungen usw.) schaffen und nicht weitere erzeugen. Mit der LokalBau-Strategie schlägt der Bezirk mit der Unterstützung von studio adhoc nun einen kooperativen Weg im Bereich Stadtentwicklung ein. Wir vertreten eine progressive Position und sind der Meinung, dass der Bezirk und Berlin über Neubauprojekte als offener und partizipativer Ort entwickelt werden muss: Als Raum für bunte Zuwanderung, des kulturellen Austausches und der emanzipatorischen Selbstbestimmung – also als Ort im Werden, der aber eben gemeinwohlorientiert und nicht profitorientiert gestaltet werden muss.

 

 

Kooperative Entwicklungen im Rahmen der LokalBau-Strategie sind darauf angelegt, dass sich zivilgesellschaftliche Selbstorganisation und Verwaltungshandeln mit Blick für die Daseinsvorsorge aufeinander zubewegen. Das eben ist ein Strang der gemeinwohlorientierten Stadtentwicklung. Wir wollen, dass z.B. ein initiativ zusammengeschlossenes Wohngruppenprojekt und eine soziale Einrichtung für betreutes Wohnen für vulnerable Jugendliche mit einer Bodenstiftung und einer Genossenschaft zusammenfinden, um gemeinsam eine Bewerbung in einem Konzeptverfahren abzugeben. In solchen kooperativen Projekten entsteht in der Folge vielleicht auf einer bisher als Parkplatz versiegelten Fläche ein Immobilienprojekt, dass die Bedarfe aus der Zivilgesellschaft zumindest teilweise decken kann. Dieses Vorgehen ist auf eine sogenannte ›Stadtrendite‹ ausgerichtet, von der alle etwas haben. Außer natürlich profitorientierte Investor*innen. Denn ein Projekt, in dem betreute Jugendliche und andere Menschen inklusiv in Clustern wohnen und dafür nur Mieten auf Sozialmietniveau bezahlen müssen, wirkt nicht preissteigernd auf die privatwirtschaftlich vermietete Umgebung.

 

Eine Ausschreibung ist die Garantie dafür, dass alles sauber läuft.

Aufträge des Bezirksamts werden nicht von einem Stadtrat persönlich vergeben, sondern von der Verwaltung des Bezirksamts. Damit da alles sauber läuft, werden öffentliche Ausschreibungen für die Aufträge gemacht und in diesen Verfahren können sich Unternehmen oder sonstige Anbieter*innen bewerben. Dazu müssen diese ein Angebot mit einem Umsetzungskonzept und einem Maßnahmenplan erstellen und fachlich wie persönlich bestimmte Voraussetzungen erfüllen bzw. Kompetenzen mitbringen. Besondere Aufgaben bedürfen besonderer Fähigkeiten bei den Anbieter*innen. Diese werden von der Fachabteilung geprüft.

Im Fall der Ausschreibung zur ›LokalBau-Plattform‹ gab es nur ein Angebot im Wettbewerb, nämlich das von studio adhoc GmbH, wobei sich das Unternehmen gemeinsam mit einem Architekten als geeignetes Team bewarb. Gerade die Tatsache, dass kein anderes Unternehmen überhaupt Interesse zeigte, den Auftrag zu erfüllen, ist ein Hinweis, dass nicht gemauschelt wurde. Hätte es hingegen z.B. zehn Angebote gegeben und studio adhoc hätte – womöglich auch noch obwohl sogar teurer als andere – den Zuschlag bekommen, läge es schon näher, wie Frau Heihsel von der lokalen FDP im B.Z.-Artikel behauptet »es dränge sich der Eindruck auf, dass die Strukturen geschaffen und gefördert werden, um Leute zu versorgen«. Die CDU spricht trotz des regelgerecht durchlaufenen Vergabeverfahrens in einem Tweet sogar von »Günstlingswirtschaft« und es wird geraunt, dass ein »lukrativer Auftrag« nicht korrekt vergeben worden wäre. Wahrscheinlich hat eher deshalb kein anderes Unternehmen ein Angebot abgegeben, weil angesichts der vielen zu leistenden Arbeit, das Budget für ein Drei-Leute-Team über einen sehr langen Leistungszeitraum, einschließlich aller Veranstaltungen und Veröffentlichungen, doch eher übersichtlich ist.

 

 

Zwei neue Schriftfamilien im Einsatz für die TYPO Berlin 2018

Im Webarchiv und Blog „Fonts in Use“ erschien ein Artikel über das Grafikdesign, das wir für Monotype zur Kommunikation der TYPO Berlin 2017 mit dem sehnsüchtigen Motto »wanderlust« umsetzten. Dabei werden besonders die beiden verwendeten Schriftfamilien FF Carina und FF Sanuk Bold beachtet und nebenbei entstand ein schöner Überblick über unser gesamtes Kommunikationsdesign für die Internationale Design Konferenz 2017.

> Artikel von Björn Giesecke auf „Fonts in Use“ lesen

Moving Characters auf der TYPO Berlin

Zwischen den einzelnen Vorträgen auf der International Designkonferenz zeigen wir auf den Bühnen ein ›Interstitial‹, das die Lücken unterhaltsam füllt. Zum Konferenzthema Thema »Character« haben wir den Buchstaben des Alphabets nicht nur einen eigenen Charakter gegeben, sondern auch ein bisschen Leben eingehaucht. So werden die Buchstaben zu den Hauptdarstellern auf der TYPO.

 

The Characters of the Alphabet hier nur als kurzes Screen-Capturing. Wenn ein bisschen Zeit ist, vertonen wir es noch …

Preisverleihungen des »Respekt gewinnt!« Wettbewerbs

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In den letzten Tagen durfte studio adhoc die Ehrungen des vom Berliner Ratschlag für Demokratie ausgerichteten Wettbewerbs »Respekt gewinnt!« begleiten.

Diese Aufgabe macht besonders viel Spaß, weil der Wettbewerb das Engagement von Projektteams auszeichnet, die für ein weltoffenes Berlin herausragende Arbeit tun. Unzählige Berlinerinnen und Berliner engagieren sich in ganz unterschiedlichen Projekten gegen Rechtsradikalismus, Rassismus und Antisemitismus oder in Initiativen für Toleranz, Respekt und Demokratie. Die Projektplattform »Respekt gewinnt!« präsentiert eine Vielzahl solcher Initiativen.
Für uns von studio adhoc macht die Arbeit für den Ratschlag immer wieder großen Spaß und die Preisverleihungen am Ende jeder Gewinnsaison sind auch für uns immer ein emotionaler Höhepunkt der Zusammenarbeit.

Promovideo fürs English Theatre Berlin

Häschen hüpf! Unter dem Titel ”White Rabbit Red Rabbit“ werden am English Theatre Berlin 5 Performances aufgeführt, die für den jeweiligen Schauspieler genauso viel Neues bringen, wie fürs Publikum.

Das Textscript wird erst zum Start der Aufführung an den Performer gegeben, der sich dann mit Hilfe des Publikums durch den Abend arbeiten muss. Bei jeder Veranstaltung steht ein/e andere/r Künstler/in auf der Bühne. studio adhoc hat dazu ein Promotion Video gemacht, indem das Branding des Theaters wieder neu bespielt wird.

Guerilla Marketing fürs English Theatre Berlin

Die Art Week Berlin 2013 war Schauplatz einer Guerilla-Aktion für das English Theatre Berlin.

Wir provozierten für die dokumentarische Theaterperformance „ECHTER BERLINER !!!! IHR NICHT FUCK YOU„, in der Originalzitate von 60 in Berlin lebenden „Expats“ und „Immigranten“ verarbeitet wurden.

Jetzt am English Theatre Berlin

Berliner A Cappella Imrovisation hat jetzt ein neues Zuhause im Web

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Johanna Seiler ist eine wunderbare Impro-Musikerin und ein sehr empfindsamer Coach. Sie glaubt daran, dass sich gute Musik selbst manifestieren kann, wenn die beteiligten Musiker dafür durchlässig sind. Es ist zum Glück weit weniger esoterisch als man fürchten könnte.

Ich mache schon seit Jahren in einer ihrer Gesangsgruppen mit und ich genieße das frei improvisierte Singen und Musizieren sehr. Nun endlich ist es gelungen, für Johanna Seiler eine angemessene Website zu veröffentlichen. Ihr entsprechend sehr bunt und geschmückt und doch absolut aufgeräumt und konzeptionell.

Website für Johanna Seiler – Coach für Stimmentfaltung & A Cappella Improvisation,

»Respekt gewinnt!« ist das zentrale Motto des Berliner Ratschlags für Demokratie

Anlässlich des Aufrufs zum Projektewettbewerb „Respekt gewinnt!“ haben wir die Kommunikation des Berliner Ratschlags für Demokratie konzentriert.

Nach der erfolgreichen Kampagnenarbeit der letzten Jahre fokussiert der Ratschlag sein Wirken. Im Zuge dessen haben wir das WebDesign aktualisiert und die Seite neu strukturiert. studio adhoc unterstützt die Arbeit des Ratschlags aktiv und wirbt für die Übernahme des Unterstützer-Buttons ( wie man ihn hier sehen kann).

Adorno ist online! Im Archivfenster der Akademie der Künste

Schon seit Jahren bestücken wir mehrere Info-Terminals der Akademie der Künste am Pariser Platz mit den „Archivfenstern“. Dabei werden besondere Themen archivarisch aufbereitet und der Öffentlichkeit multimedial präsentiert.

In der kleinen und „abgespeckten“ online Version des Archivfensters ist nun der dritte Themenblock „Adorno in der Akademie der Künste (Vorträge 1957-1966)“ veröffentlicht worden. Live im Hauptgebäude der AdK am Brandenburger Tor kann man sich an den großen Monitoren in weitere Themen vertiefen.

MAYER. Into the light

Website Homepage

MAYER. Into the light wurde von Christine Mayer im Jahre 2012 ins Leben gerufen. Es ist eine konsequente Fortführung und Erweiterung von MAYER. Peace Collection.

Nach sieben Jahren in der Mode ging es der Designerin um einen neuen zeitgemäßen Ansatz einer Kollektion, die völlig unabhängig vom saisonalen Rhythmus der Mode funktioniert. Into the light beinhaltet Kleidungsstücke und Produkte, die einem spirituellen Lebensstil entspringen und geprägt sind von qualitativ hochwertigem Handwerk, sowie einem ganzheitlichen Bewusstsein und sozialer Verantwortung. Es sind Produkte für Körper und Seele, die Christine Mayer den Menschen mit dieser Plattform mit auf den Weg geben möchte.
Dafür haben wir noch pünktlich zu Weihnachten einen Webshop erstellt, der sich der sinnlichen Stimmung der Into the light Produkte anpasst. Der Einkauf wird sowohl für den Kunden, als auch für die Shopmitarbeiter zu einem angenehmen und gut strukturiertem Erlebnis.

Webseite für MAYER. Into the light